Der 19. November war so ein traumhaft schöner Tag, dass ich mich mit Stavros, einem meiner griechischen Freunde, entschied, einen Spaziergang um die Akropolis zu unternehmen. Sonne pur, 17 °C – es hätte kaum besser sein können.
An der Metrostation in Thissio haben wir uns getroffen und sind dort zunächst über den Straßenmarkt geschlendert. Dann ging es weiter über die Hauptflaniermeile, immer die Akropolis im Blickfeld. Stavros wollte mich auf einen kleinen Berg führen und ich dachte zunächst, er meint den Areopag mit seinen glatt geschliffenen Felsen. Den kannte ich bereits und ich wusste nicht, dass es noch einen versteckteren Hügel gab, der nicht so überlaufen ist. Er führte mich auf den Filopáppos-Hügel. Der 147 Meter hohe Hügel bildet zusammen mit dem Pnyx- und dem Nymphen-Hügel eine grüne Kiefernkette, die sich im Südwesten der Akropolis hoch über das unendlich erscheinende Häusermeer erhebt.
An der anderen Straßenseite beginnt ein Fußweg, an dem drei höhlenartige Eingänge, landläufig bezeichnet als „Kerker des Sokrates“, liegen. Heute weiß man, dass Sokrates wahrscheinlich in einem als Gefängnis identifizierten Bau auf dem Gelände der Agorá einsaß, bevor er den berühmten Schierlingsbecher leerte.
Nach diesen traumhaften Blicken ging es wieder nach unten und mit dem Untergehen der Sonne wurde es dann auch recht schnell kühl, sodass wir dann den Heimweg antraten.
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